Fördermittel für Gründer und Unternehmer:

Welche Fördermittel kann ich als Gründer oder auch als Unternehmer nutzen? 

Es existieren in Deutschland zahlreiche Fördermittel für Unternehmer, Selbstständige und auch Existenzgründer. Dabei ist es allerdings nicht immer einfach den Überblick zu behalten und das passende Fördermittel zu wählen und formal richtig zu beantragen.

Die Fördermöglichkeiten sind vielfältig und unterscheiden sich in der Art der Förderung sowie in der Phase in der sich das Unternehmen, bzw. der Unternehmer befindet. Zudem gibt es auch räumliche Differenzen. Das bedeutet es gibt in den Regionen und Bundesländer Fördermittel, die nur dort genutzt werden können. Auch sind die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen unterschiedlich und müssen im Vorfeld genau bestimmt werden. Durch die hohe Diversität der Fördermittel macht es an dieser Stelle durchaus Sinn mit einem Berater zu sprechen, der sich mit Fördermitteln auskennt und unabhängig bewerten kann.

Denn sonst verschenkt man leicht Geld oder bezahlt unter Umständen einen höheren Kreditzins als notwendig.

Grundsätzlich lassen sich die Mittel in der Art der Förderung unterscheiden. Dabei sind die folgenden vier Fördermöglichkeiten zu beachten:

Fördermittel in Form von Zuschüssen:

Die Variante der Förderung in die Selbstständigkeit in Form eines Zuschusses ist bei Gründern natürlich besonders beliebt, da diese im Regelfall nicht zurückgezahlt werden müssen. Die wichtigsten und meist genutzten Zuschüsse sind der Gründungszuschuss und das Einstiegsgeld, welches im Falle einer Gründung aus der Arbeitslosigkeit heraus von der Agentur für Arbeit gewährt werden kann. Ein weiterer relevanter Zuschuss ist die sogenannte „Förderung unternehmerischen Knowhows“. Dieses Fördermittel bezuschusst eine professionelle Gründungs- und Unternehmensberatung für den Jungnternehmer. Die Zuschüsse sind abhängig von der Phase in der sich das Unternehmen befindet und der Region in der es ansässig ist. Die Fördersätze liegen hier zwischen 50 % und 90 %. Daher ist es in vielen Fällen sinnvoll professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Fördermittel und Businessplan
Businessplan als Fundament des Erfolges und zur Beantragung von Fördermitteln

 

Förderbanken, Beteiligungskapital und High-Tech Gründer Fonds:

Der High-Tech Gründer Fonds und die Beteiligungsgesellschaften der Förderbanken stellen Venture Capital zur Verfügung. Die Konditionen dieser Beteiligungen sind oft günstiger als die eines „privaten“ Investors bzw. privater Geldgeber. Allerdings sind einige Bedingungen vom Unternehmen zu erfüllen um diese Förderung nutzen zu können. Meist sind diese Fördermittel in Form einer Beteiligung innovativen Unternehmen forschungsintensiver Branchen vorbehalten. Es existieren allerdings weitere Beteiligungsprogramme, die nicht nur auf die High-Tech- Branche ausgerichtet sind. Ein Beispiel hierfür ist das Mikromezzanine Programm für kleine und junge Unternehmen. Allerdings sind auch hier bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen.

Förderung durch Darlehen für Gründer und Unternehmen:

Diese Art der Förderung wird in der Praxis am häufigsten genutzt und bietet eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten. Durch die große Anzahl an potentiellen Förderdarlehen ergeben sich natürlich auch dementsprechend viele Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis. Auch hier muss man vorher sehr genau abschätzen ob das gewählte Finanzierungsprodukt auch das richtige für die jeweilige Branche und derzeitige Situation der Gründers/Unternehmers ist. Denn es gibt hier zahlreiche Rahmenbedingungen oder auch Ausschlusskriterien, die im Einzelfall von einem Sachbearbeiter entschieden werden müssen. In diesem Zusammenhang kann man generell herausheben, dass eine perfekte Vorbereitung entscheidend ist. Das bedeutet man sollte als Antragsteller alle Fragen rund um die bevorstehende Gründung und Finanzierung beachtet und durchdacht haben. Dies muss sich entsprechend im Text- und Zahlenteil eines Businessplans ausdrücken. Professionell und aussagekräftig sollte der Plan zu Ihrem Vorhaben sein. Denn das ist die Entscheidungsgrundlage, auch wenn natürlich eine Vorbereitung in Bezug auf das Gespräch mit der Bank auch nicht zu vernachlässigen ist.

Die Förderdarlehen werden in der Regel von der KfW oder entsprechenden Landesbanken angeboten und vergeben. Je nach Unternehmensphase und Finanzierungsbedarf kann man zwischen einigen möglichen Produktvarianten wählen. Nun kann man sich fragen worin hier die eigentliche Förderung liegt wenn man als Unternehmer selbstschuldnerisch bürgen muss wie das bei Krediten üblich ist. Die gewährte Unterstützung liegt hierbei zum Beispiel hauptsächlich auf einem vergünstigten Zinssatz, der Laufzeit & Zinsbindung für einen Kredit, Nachrangdarlehen bzw. Bürgschaften.
Man bekommt bei diesem Fördermittel also nichts geschenkt sondern vergünstigte Bedingungen, auch wenn es einzelne Darlehen gibt die einen Tilgungszuschuss gewähren. Dies ist allerdings nur in bestimmten Situationen möglich.

Fördermittel in Form von Bürgschaften:

Bürgschaften der Bürgschaftsbanken unterstützen zum einen Unternehmen bei nicht ausreichender Besicherung eines Darlehens und auch bei Bürgschaften ohne eine Bank im Hintergrund. Das bedeutet, dass die in Förderdarlehen erwähnten Bürgschaften in Kombination eines Darlehens gewährt werden. Das zweite Mittel der Förderung ist eine Bürgschaft ohne Zutun der Bank. Diese Fördermittel sind spezielle Bürgschaften beispielsweise für ein Leasing Objekt und gewährleistet somit eine ausreichende Besicherung.

Tipp: Kontaktieren Sie einen Experten, denn die Auswahl von Fördermitteln sind immer individuell und abhängig vom jeweiligen Vorhaben.

Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Erstberatung

 

„Man darf anders denken als seine Zeit, aber man darf sich nicht anders kleiden.“
(Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach)

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