30. November 2016 3 comments

Die GmbH & CO.KG

 Die Kommanditgesellschaft: Die GmbH & Co.KG

Die GmbH & Co. KG ist eine Kommanditgesellschaft. Die Besonderheit besteht darin, dass einer der Komplementäre ( der Gesellschafter) eine GmbH ist. Diese Form der Haftungsbeschränkung eignet sich für ein Handelsunternehmen welches eine KG als Rechtsform anstrebt und die Private Haftung minimieren möchte.

Gründung:

Gründet man eine GmbH & Co. KG so muss diese Unternehmensform aus mindestens einer natürlichen Person und aus einer GmbH bestehen. Wie bei einer herkömmlichen GmbH beträgt die Stammkapitaleinlage mindestens 25.000 Euro. Eine Einlage von Sachwerten ist ebenfalls möglich. Möchte man eine GmbH & Co. KG gründen ist es die oberste Pflicht zwei Gesellschaftsverträge zu erstellen. Einen Gesellschaftsvertrag erstellt man für die GmbH und den zweiten fertigt man für die KG (Kommanditgesellschaft) an.

Eine Komplementär-GmbH vertritt die Kommanditgesellschaft bei allen Geschäften durch einen oder mehrere Geschäftsführer. Ein Kommanditist oder auch jede andere Person kann als Geschäftsführer bestimmt werden. Dies muss jedoch ausdrücklich geschehen und vertraglich festgehalten werden.

Die Haftung ist beschränkt und die GmbH wird als Komplementär GmbH nur zur Haftung in Höhe der Stammeinlage verpflichtet. Die Kommanditisten haften nur in der Höhe ihrer Kommanditisten Einlage. Wenn man die GmbH & Co. KG im Handelsregister anmeldet muss man dies ebenfalls mit der GmbH tun. Ab der Eintragung in das Handelsregister gelten für das Unternehmen die Rechte und Pflichten aus dem HGB.  Die Gesellschaft verpflichtet sich, wie die GmbH auch, zur doppelten Buchführung, einem Jahresabschluss (Bilanz) und Gewinn- und Verlustrechnung. Für die GmbH als auch für die Kommanditgesellschaft wird ein eigener Jahresabschluss gefordert. Die GmbH & CO.KG unterliegt der Gewerbesteuer, der Umsatzsteuer und für die Komplementär-GmbH fällt die Körperschaftssteuer an.

Fazit: 

Die Gründung einer GmbH & Co.KG kommt dann in Frage, wenn durch eine Vielzahl an Kommanditisten eine hohe Kapitaleinlage möglich wird und die Komplementäre eine private Haftung ausschließen möchten. Die GmbH agiert als Komplementär und haftet nur in Höhe der getätigten Einlage in die Gesellschaft und übernimmt die Geschäftsführung. Der Geschäftsführer entscheidet nun maßgeblich über die Geschicke der Personengesellschaft. Ein Vorteil stellt ebenfalls die erleichterte Kapitalbeschaffung dar und wird durch die Einlage der Kommanditisten befeuert. Eine GmbH hat es, wenn Sie alleine agiert, oftmals schwer neues Kapital zu bekommen, da Banken ihr kritisch gegenüber stehen. Dies liegt an der Haftungsbeschränkung einer GmbH. Im Falle einer Insolvenz ist hier nicht viel zu holen. Entschiedet man sich für eine GmbH & CO.KG kann man neue Investoren als Kommanditisten aufnehmen und die Geschäfte weiterfinanzieren. Dies ist nicht immer möglich, da es ja auch einen vollhaftenden Komplementär gibt.

Wie jede weiter Gesellschaftsform bietet auch diese viele Vorteile, aber auch Nachteile. Leider können wir in diesem Rahmen nicht detailliert auf alle Punkte eingehen. Bevor Sie sich endgültig entscheiden, sprechen Sie mit Fachleuten über rechtliche, steuerliche und unternehmerische Chancen und Risiken bei der Wahl der Rechtsform.

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Comments

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    […] 3. Dezember 2016 0 comments […]

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    […] Eine Kommanditgesellschaft ist zur Eintragung ins Handelsregister verpflichtet. Zur Gründung der Gesellschaft ist keine Mindesteinlage vorgeschrieben, allerdings müssen alle Gesellschafter also Kommanditisten und Komplementäre einen gemeinsamen Notar Termin wahrnehmen. Der Komplementär hat generell das alleinige Recht auf die Geschäftsführung und zur KG Vertretung nach außen. Dieses Recht kann nur durch vertragliche Vereinbarungen abgeändert werden. Gibt es mehrere Komplementäre, dann ist jeder Komplementär dazu berechtigt die Geschäftsführung und die Vertretung der KG zu übernehmen. Ein Fremdgesellschafter kann eine Kommanditgesellschaft  nicht nach außen vertreten.  Kommanditisten ist es nicht gestattet die Geschäftsführung oder Vertretung der KG übernehmen, dies wird rechtlich ausgeschlossen. Die Kommanditisten haften nur mit der Höhe der Einlage in die Kommanditgesellschaft und haben lediglich das Kontrollrecht und ein Widerspruchsrecht. Die Haftung der Kommanditisten tritt erst mit Eintragung in das Handelsregister ein. Der Komplementär ist in seiner Haftung nicht beschränkt und haftet sowohl mit seinem Betriebsvermögen und auch mit seinem Privatvermögen. Die Haftung lässt sich ausschließlich durch die Gründung einer GmbH & Co. KG beschränken. Lesen Sie dazu den Beitrag über die GmbH & Co.KG […]

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