3. Januar 2017 0 comments

Die Eingetragene Genossenschaft (eG)

Gesellschaftsformen:  Die Eingetragene Genossenschaft –  Die eG

Es gibt viele Gesellschaftsformen, eine davon ist die im folgenden Text beschriebene eG und jede davon hat Besonderheiten, Vorteile aber auch Nachteile. Wir möchten versuchen Sie durch den Dschungel der Rechtsformen leiten und Sie über die einzelnen Rechtsformen informieren. Wir erheben hierbei nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, sondern konzentrieren uns auf die wirklich wichtigen Punkte im Hinblick auf die einzelnen Gesellschaftsformen oder Modelle.

Entscheidet man sich zur Gründung einer Eingetragenen Genossenschaft (eG), dann benötigt man mindestens drei Gründungsmitglieder.
Diese Rechtsform stellt ein Kooperationsmodell für Kleine und Mittlere Unternehmen dar. Diese Rechtsform ist auch für ein Team von Gründer gut geeignet.
Zur Gründung muss im Vorfeld der Gründung eine Satzung erstellt werden. Diese Satzung legt die Höhe der von den Mitgliedern zu erwerbenden Genossenschaftsanteile fest. In der Satzung werden Genehmigungen oder Verbote von Sacheinlagen fixiert und es wird die Art und Weise der Generalversammlung bestimmt und schriftlich festgehalten. Der regionale Genossenschaftsverband prüft die Voraussetzungen für die geplante Unternehmung und überwacht ebenfalls das Vorhandensein und die Höhe des Eigenkapitals, wenngleich kein Stammkapital in einer bestimmten Höhe zur Gründung vorgeschrieben ist. Dennoch ist es für den Genossenschaftsverband entscheidend, ob eine neu gegründete Genossenschaft auch über ausreichend Liquidität und Kapitaldeckung zur Erreichung der Geschäftszwecke und Ziele besitzt.

Eine eingetragene Genossenschaft wird nicht im Handelsregister, sondern im Genossenschaftsregister des Amtsgerichts registriert und eine Mitgliedschaft im Prüfungsverband der Genossenschaft ist verpflichtend.

Die Gesetzesgrundlage und Ausrichtung der eG wird im GenG = Genossenschaftsgesetz geregelt.

Haftung : Mitglieder der eG haften nicht mit Ihrem Privatvermögen, sondern lediglich mit den eigenen Genossenschaftsanteilen und deren Höhe.

Auch eine eG ist in verschiedene Organe unterteilt. So gibt es einen Vorstand der die Genossenschaft nach außen vertritt und die Geschäfte führt, einen Aufsichtsrat der den Vorstand kontrolliert und eine Generalversammlung. Jedes Mitglied hat eine Stimme in der Generalversammlung, unabhängig von der Höhe der Kapitalbeteiligung.

Eine eG zahlt Umsatzsteuer, führt Gewerbesteuer ab und ist zur Körperschaftssteuer verpflichtet. In einer eG ist ein jeder Genosse verpflichtet im Prüfungsverband Mitglied zu sein. Genossenschaften werden, je nach Größe, jährlich oder jedes 2.Jahr geprüft.

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